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„Where people grow - Profit
grows“ (Peter Koestenbaum)
Was bedeutet das auf deutsch und
im Alltag? Wo Menschen wachsen, wachsen die Profite.
Was können wir im Alltag tun um zu wachsen?
Um uns weiter zu ent-falten?
Egal, ob Sie Top-Führungskraft
bei einem Milliardenkonzern oder geschäftsführende
Hausfrau mit einigen wenigen, vielleicht noch
minderjährigen "Mitarbeitern" sind. Der
"Führungsdiamant" von Peter Koestenbaum gibt
Ihnen einige gute Anregungen. Er zeigt uns, wo und
wie wir wachsen können.
Dieser spezielle Diamant hat vier
Seiten und steht für "Wachsen in alle diese vier
Richtungen".
Visionen
Jeder Mensch benötigt für sein
Wachstum eine Vision, langfristige Ziele, die
ihn tragen, motivieren. Wer solche Ziele hat, ist
emotional "stabiler" und kann Veränderungen besser
managen.
Und was machen Menschen ohne
Vision, ohne langfristige Ziele? Die arbeiten und
begeistern sich für die Ziele anderer. Beispiel:
Sportveranstaltung. Da kann man teilnehmen - OK. Da
kann man seine Mannschaft unterstützen, sich die
Kehle heiser schreien - OK.
Falls das Resultat (WIR haben gewonnen oder DIE
haben verloren) auf den emotionalen Zustand des
Teilnehmers (Freude oder Enttäuschung) eine Wirkung
von mehr als einer Stunde nach dem Ende der
Veranstaltung hat, ist dies ein starker Hinweis
auf fehlende, eigene Ziele.
Nur wer eigene Ziele hat und diese erreicht, ist
wirklich frei. Wer nur für die Ziele anderer
arbeitet und sich nur für die Ziele anderer
begeistert, kann nicht wirklich frei sein. Es ist
ein "geistiger Sklave".
Pablo Picasso
hat dies in seiner ihm eigenen Sprache formuliert:
"Jeder Mensch wird als wertvolles Original geboren.
Die meisten Menschen sterben allerdings als billige
Kopie."
Visionäre Denker haben nicht nur
grosse Ziele, sondern auch ein vorausschauendes
Denken. Sie sehen ihre Ziele klar. Dazu müssen die
Ziele:
-
Schriftlich festgehalten
sein (meistens eher logisch, rational
formuliert) und
-
Ein klares Bild im Kopf
sein, wie es aussieht, wenn dieses Ziel erreicht
ist. Dazu ist der kreative Teil in uns gefragt.
Die praktische Anleitung
erhalten Sie im
Mental-Training von
Manfred Stähle.
Wir benötigen weiterhin eine
"Denke" die auf der einen Seite plant, voraus
schaut und auf der anderen Seite in Kontakt mit dem
kreativen Potenzial ist. Wichtig ist dazu der gute
Zugang zu Ihrem Unterbewusstsein. Pflegen Sie diesen
Zugang. Besuchen Sie Ihre "inneren Berater"
regelmässig.
An was erkennen Sie einen
Menschen, bei dem die Seite Visionen besonders stark
ausgeprägt ist? Ja, Sie erahnen es. Viel sagen:
Spinner, Träumer, etwas abgehoben. Fazit:
Was viele an einem Menschen als sogenannte Schwäche
bewerten, ist oft nur die Übertreibung seiner
Stärke!
Falls "Visionen" Ihre grosse
Stärke ist - behalten Sie Ihre Stärke und setzen
Sie diese gezielt ein.
Falls Sie Ihre visionäre Ader
etwas stärken wollen, so programmieren Sie:
-
Ich habe aussergewöhnlich klare Gedanken
und ein waches Bewusstsein.
-
Ich kann sehr schnell zwischen trivialen
Bewertungen, die meine Kreativität blockieren
und wichtigen Tatsachen unterscheiden.
-
Ich kann mich gut und kraftvoll konzentrieren.
-
Ich lerne sehr schnell und kann dazu die
Kraft meines Unterbewusstseins gezielt
einsetzen.
-
Ich sehe immer die grossen Zusammenhänge.
Realität
Realität steht in Kontrast zu
Visionen. Wer sich und andere besser führen will,
kann (oder muss lernen) mit diesen sogenannten
Widersprüchen umzugehen, sie beachten und
integrieren.
Realität bedeutet: Ich kenne die Fakten. Dies hört
sich sehr einfach an. Bei einem Training sagte mir
ein Mann im besten Alter: "Vor diesem Training war
ich der felsenfesten Überzeugung, diverse Dinge im
Leben eines Mannes sind absolute Fakten. Jetzt
realisiere ich, dass sehr viel reine
Glaubenssätze sind." Ja, so ging es schon vielen
- Hauptsache sie waren nachher glücklicher. Er
versteht jetzt den Satz: "Glaubenssätze schaffen
Realität!" Anmerkung: Im Negativen wie im Positiven.
Realität heisst deshalb auch: Ich kann
zwischen Glaubenssätzen (man nennt das auch: meine
"innere" Einstellung, Überzeugung) und Fakten
unterscheiden - nicht immer ganz einfach! Realität
bedeutet aber auch: Ich kenne mich selbst - na ja,
zumindest ein wenig oder ich bin auf dem Weg dazu.
Wirkliche Realisten haben einen guten Draht zu
anderen Menschen und sie wissen, wie sie von den
anderen gesehen werden. Das Bild, das andere
Menschen von Ihnen haben, muss ja nicht mit Ihrem
Selbstbild übereinstimmen. Wichtig ist zu wissen,
wie Sie gesehen werden um darauf richtig reagieren
zu können.
Realität im Sinne des Führungsdiamanten hat viel
mehr mit Menschen zu tun, als mit Produkten,
Abläufen etc. Ein Realist weiss, wie andere ihn
sehen, er weiss, wer ihn eher begrenzt und wer ihn
eher beflügelt. Realität heisst: Anstelle sich zu
beklagen finde ich Lösungen.
Der Schweizer Max Frisch brachte das auf den Punkt:
"Man ist nicht realistisch indem man keine Ideen
hat." Falls "Realität" Ihre grosse Stärke ist -
behalten Sie Ihre Stärke und setzen Sie diese
gezielt ein. Falls Sie Ihre Ader Realität etwas
stärken wollen, so programmieren Sie:
-
Ich habe einen Respekt
vor den Realitäten und sehe diese immer klar.
-
Ich weiss, was zu
akzeptieren ist und was ich ändern kann.
-
Ich kenne mich und weiss
wie mich andere sehen und reagiere darauf
richtig.
-
Ich weiss genau, wie ich
Realitäten von Glaubenssätzen unterscheiden
kann.
Viel Erfolg mit diesen
Affirmationen!
Ethik
ETHIK bedeutet: Sie sind in der
Lage und haben die mentale Fähigkeit die Welt auch
aus der Sicht anderer Menschen wahrzunehmen.
Und Sie tun das permanent. Ja, ja höre ich jetzt
viele Leser denken. Da ist ja eh klar und ich kann
das auch. Tatsache: Diese trainierbare Fähigkeit
wenden nur wenige Menschen an.
Ethik bedeutet auch Teamwork,
wissen wie ein Team arbeitet. In der Regel sind es
die vier Phasen:
-
Orientierung
-
Unzufriedenheit
-
Aufbruch
-
Produktivität
Wer diese Phasen wirklich kennt,
kann seine Teams auch emotional richtig gut
begleiten. Wer diese Phasen nicht
verinnerlicht hat, wundert sich über die eventuellen
Schwierigkeiten im Team (bei Phase 2) und denkt
sich: Teamarbeit funktioniert halt nicht immer. Wenn
man nicht immer alles selbst macht ...
Ethik bedeutet, es gibt einen
Sinn, eine Bedeutung in unserer Arbeit
und in den Aufgaben, die wir für andere kreieren.
Hat unsere Arbeit einen Wert, eine Bedeutung die wir
mit anderen Menschen teilen und damit einen
wichtigen Nutzen stiften, brauchen wir uns um die
Motivation der Mitarbeiter nicht mehr zu kümmern.
Rudolf Mann hat die Aufgabe
einer Firma so definiert:
Unternehmen sind von Menschen
selbstgebastelte Abenteuerspielplätze für Erwachsene
mit den Zielen:
Vor vielen Jahren hätte
vielleicht noch einer gefragt: Wo bleibt der
Shareholdervalue? Heute hat sich das
herumgesprochen, der ist ein Derivat des Nutzens.
Falls "Ethik" Ihre grosse Stärke
ist - behalten Sie Ihre Stärke und setzen Sie diese
gezielt ein. Falls Sie Ihre Ader Ethik etwas
stärken wollen, so programmieren Sie, am besten
in Ihrem mentalen Raum:
-
Ich habe eine sehr gute Beziehung mit
allen Menschen in meiner Umgebung.
-
Ich mag Menschen und andere Menschen
mögen mich.
-
Ich kenne meine Werte und diese sind in
Harmonie mit meinen Zielen
Viel Erfolg mit diesen Affirmationen.
Mut
Mut ist die Bereitschaft zum
Handeln und dabei Risiken in Kauf zu nehmen. Ab
und zu warten wir zu lange ab, hoffen vor dem
Handeln auf irgendwelche Sicherheiten, die es nicht
gibt, nicht im Beruf und auch nicht in unserem
persönlichen Umfeld.
Mut bedeutet, dauerhaft initiativ zu sein.
Mut zum Handeln. Mut die eigene Meinung zu äussern
und zu riskieren, damit alleine da zu stehen. Mut
die Verantwortung für das eigene Handeln zu
übernehmen. (Viele Politiker scheiden als Vorbilder
da aus.)
Viel Mut benötigen wir auch um
unsere Meinung oder eine Strategie zu ändern.
Kommen die erwünschten Resultate nicht sofort
verfallen einige Menschen in blinden Aktionismus.
Das kleine Beispiel: Man drückt auf den
Knopf, aber der Lift lässt auf sich warten.
Aktion: Man drückt halt nochmals,
oft mehrmals auf den Knopf. Das dies nicht weiter
hilft ist eigentlich klar.
Andere Menschen halten oft zu
lange am bisherigen fest und handeln nach einem
Misserfolg viel zu spät. Ringelnatz hat das so
beschrieben:
War einmal ein Bumerang;
War ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.
Publikum - noch stundenlang -
Wartete auf Bumerang.
Wie finden wir jetzt die richtige
Balance zwischen Mut und Übermut? Gehen Sie
mal wieder in Ihren mentalen Raum und führen Sie ein
Gespräch mit Ihren Beratern. Die sind immer für Sie
da, arbeiten gerne und viel und das noch gratis.
Freuen Sie sich auf die intelligenten und
hilfreichen Antworten.
Die Balance zwischen Mut und
Übermut (für die reifere Jugend) hat Ringelnatz
1928 so beschrieben:
Der Mut der reifen Jugend
Mut zeigt sich immer erst vor
Übermacht.
Mut muss mit Kenntnis der Gefahr gepaart sein.
Mut will, wie Edelstes, diskret verwahrt sein,
Und wer ihn fasst, der fasse mit Bedacht.
Hab' Mut! Jedoch nicht um ihn zu beweisen.
Schick Deinen Mut niemals auf Reisen.
Man kann mit Kühnheit, doch mit Mut nie
scherzen,
Denn der, der Mut zeigt, hat auch Furcht im
Herzen.
Soll reife Jugend weise überlegen,
Massvoll. Gelehrt und unpolitisch sein?
Darf sie verdreht und zukunftsblind verwegen
Vergnügen saufen? - Ja! Und so auch: Nein!
Ich weiss darüber keine Regel,
Weiss nur, wie stets das Schicksal das
entschied.
Doch zwischen freiem Bursch und blöden Flegel
Sieht nur ein Schwachkopf keinen Unterschied.
Falls "Mut" Ihre grosse Stärke
ist - behalten Sie Ihre Stärke und setzen Sie diese
gezielt ein. Falls Sie Ihre Ader "Mut" etwas
stärken wollen, so programmieren Sie, am besten
in Ihrem mentalen Raum:
-
Nur ich selbst
kann die Welt verändern, die ich kreiert habe
-
Im
Wandel liegen die grossen Chancen für
mich.
-
Um
zu bekommen, was ich wirklich will, muss ich
mich verändern
-
Ich habe die Stärke um mich zu verändern
Fazit
Die Übertreibung unserer
Stärken wird für viele Menschen zur Schwäche.
Der visionäre Denker erscheint uns als Träumer oder
sogar als abgehobener Spinner. Der Realist erscheint
uns als ewiger Bremser. Wer die Ethik überbetont,
leidet bei allen menschlichen Problemen in seinem
Umfeld. Der Mutige hat ab und zu einen Hang zum
Übermut.
Eines von vielen Beispielen
der Anwendung im Alltag: Sie sind an einer
dieser "gewöhnlichen Sitzungen". Beobachten und
notieren Sie: Welche der vier Seiten des Diamanten
werden wieder einmal bevorzugt behandelt? Falls es
Ethik und Realität ist, stellen sie Fragen zu den
Themen Vision und Mut.
Quelle: Persönliche Gespräche und Workshops
mit Peter Koestenbaum. Von ihm gibt es keine
Literatur in deutscher Sprache
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