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Offenes Verhandeln® nach dem Harvard-Konzept®

Was Neues zum Thema Kommunikation? Was ist schon neu? Tatsache: Es ist genial, aber die meisten Menschen wenden es nicht an.

 

Beispiel: Herr Huber und Frau Meier sitzen in der öffentlichen Bibliothek. Beide haben sich in ihr Buch vertieft. Temperatur in der Bibliothek: + 24 Grad, Aussentemperatur + 15 Grad.

Plötzlich steht Herr Huber auf und öffnet das Fenster. Kaum sitzt er wieder, steht Frau Meier auf und schliesst das Fenster wieder. Herr Huber sagt: "Bei dieser stickigen Luft kann ich mich nicht konzentrieren. Das Fenster muss offen bleiben!"


Frau Meier antwortet: "Ist das Fenster offen, wird es rasch unerträglich kalt. Da kann ich mich nicht mehr konzentrieren. Das Fenster muss geschlossen bleiben!"
Zwei gegensätzliche Positionen. Was ist zu tun?

 

 

Die drei Ebenen einer Verhandlung "Harvard-Konzept®"

 

  1. Gemeinsame Interessen = Motiv.

  2. Vorstellungen = gedankliche Vorstellung/ innere Bilder über mögliche Lösungen.

  3. Positionen = Vorwegentscheid über die Einigungsbedingung. Oder anders ausgedrückt: Eine Position ist ein inneres Bild genau einer (einzigen) Lösung mit Anspruch auf absolute Richtigkeit. 

Sehr oft, wie auch im obigen Fall, wird zuerst mal eine Position bezogen und dann darüber gestritten oder gefeilscht. Fenster auf oder Fenster zu. Sie können das z.B. bei Lohnverhandlungen verfolgen. Da wird von beiden Seiten zuerst mal eine klare Position bezogen. Die Herren glauben immer noch das sei gut. Es ist aber nur ein Zeichen von Schwäche.


Tipp: Suchen Sie bei Verhandlungen das gemeinsame Motiv, die gemeinsamen Interessen. Fragen Sie sich selbst: "Aus welchen Gründen möchte ich meine Position durchgesetzt haben.

 

In unserem Beispiel Herr Huber: "Das Fenster muss offen sein, damit ich frische Luft bekomme und ich brauche frische Luft, damit ich konzentriert arbeiten kann. In unserem Beispiel Frau Meier: "Das Fenster muss geschlossen bleiben, damit ich es weiterhin schön warm habe und es nicht zieht, damit ich konzentriert arbeiten kann." 

Zweimal "aus welchen Gründen" gefragt und schon haben die beiden mit den unterschiedlichen Fensterpositionen ein gemeinsames Interesse gefunden: Konzentriert arbeiten.

Tipp: Starten Sie Ihre nächste Verhandlung mit diesem Punkt. Diskutieren Sie mit Ihrem Partner dann möglichst mehrere Vorstellungen/Lösungen. Suchen Sie anschliessend die beste Lösungsmöglichkeit. Bei Schwierigkeiten: Reden Sie wieder über die gemeinsamen Interessen.

Und wie ist die Geschichte mit dem Fenster ausgegangen? Beide sind via gemeinsam entwickelte Vorstellungen über eine Lösung einen grossen Schritt weiter gekommen: Das Fenster in der Bibliothek blieb geschlossen. Dafür wurde das Fenster in einem Nebenraum geöffnet. Die Türe zum Nebenraum blieb offen.
Resultat: Frischere Luft, keine grosse Abkühlung.

Die Teilnehmer des dreitägigen Stähle-Mental-Trainings kennen das natürlich schon. Beim Thema "subjektive Kommunikation" gibt es immer eine kurze Einführung zum Thema "Harvard-Konzept®" 
 


Was hat das mit mentalem Training zu tun? 


Ganz einfach: Mentale oder "subjektive Kommunikation" ist der nächste, wesentlich weitere Schritt. Da sollte man ja den Schritt vorher zumindest ein wenig kennen.  Interessiert Sie mehr?

 

Hier das Buch zum Thema: Harvard-Konzept®

 

 

 

 
 

   

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