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Eine viel und oft sehr kontrovers diskutiertes Thema. Man kann sich die Antwort einfach machen, und ein prominentes Beispiel betrachten: Die grosse Stärke des Boris Becker im Schulalter waren seine sportlichen Fähigkeiten, insbesondere Ballgefühl und Tennis spielen. Diese Stärke hat er gezielt ausgebaut, mit dem bekannten Resultat.
Seine Schwäche im Schulalter könnten seine rhetorischen Fähigkeiten gewesen sein. Hätte er seine ganze Kraft darauf verwendet, diese Schwäche zu eliminieren, wäre er vermutlich trotzdem kein grosser Redner geworden. Berühmt und erfolgreich wurde er, weil er seine Stärken ganz gezielt weiter entwickelt
hat.
Das ist sicher richtig. Es klingt ganz logisch, aber jetzt allgemein zu formulieren:
Schwächen beseitigen bringt nichts, ist zu einfach, geradezu gefährlich.
Anfang der achtziger Jahre habe ich den Lehrgang von Wolfgang Mewes: Die Engpasskonzentrierte Verhaltens- und Führungsstrategie (EKS®) mit Begeisterung absolviert. Wolfgang Mewes hat sich (einfach formuliert, er verzeiht mir das sicher) auch von der Natur und der Praxis befruchten lassen.
Ein Beispiel aus diesem Lehrgang hat mich sehr beeindruckt:
Justus Liebig hat mehrere Faktoren entdeckt, von denen das Wachstum der Pflanzen abhängt. Dazu gehören neben anderen auch Stickstoff und Phosphate.
Hat die Pflanze genügend Stickstoff zur Verfügung, aber zu wenig Phosphate, bringt noch mehr Stickstoff nicht mehr Wachstum. Man
muss den Engpass eliminieren und der Pflanze Phosphate zuführen.
Zitat von Justus von Liebig:
"Der jeweils in geringster Menge vorhandene Nährstoff bestimmt die Menge des Ertrages."
Das hat Wolfgang Mewes unter anderem auf Firmen übertragen: Wer dort die Engpässe erkennt und sie eliminiert, fördert das gesamteWachstum.
Auf den einzelnen Menschen übertragen kann man daraus ableiten:
Stärken Sie Ihre Stärken, somit gewinnen Sie an Profil - Beispiel Boris Becker. Haben Sie aber eine Schwäche, die Sie an der Entwicklung des "Gesamtsystems" hindert, muss diese Schwäche beseitigt werden.
Beispiel Matthias F. aus Frankfurt: Er hat vor einigen Jahren an meinem mentalen Training in Titisee teilgenommen. Er bezeichnete sich mit einem lustigen Augenzwinkern als "Problemfall".
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Er selbst wohnte in einem Einfamilienhaus - alles bestens. Besuchte er seinen Freund in dessen Wohnung im sechsten Stock, konnte er nicht auf den Balkon - Angst vor der Höhe.
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Seit 18 Jahren leidet er unter "grausamem Heuschnupfen".
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Seine berufliche Situation war sehr unbefriedigend - und das war noch positiv formuliert.
- Einige weitere Probleme hatte er auch noch, die sind aber hier nicht relevant.
"Wo soll ich da anfangen?", so die Frage von Matthias F.
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Seine Angst vor der Höhe war kein wirkliches Problem. Nur einer seiner Freunde wohnt so hoch oben und der hatte mit Matthias deshalb kein Problem.
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Heuschnupfen: Seit 18 Jahren lebt er schon damit - nicht ganz einfach.
ABER: Sein Engpass war damals seine berufliche Situation. Als Mitarbeiter in der Finanzabteilung einer mittelgrossen Firma sah er keine Entwicklungsmöglichkeit und wollte da raus - sehr schnell.
Er hat nach dem Training rasch gelernt, mentale Techniken selbst erfolgreich anzuwenden. So ganz nebenbei hat er damit seinen Heuschnupfen beseitigt. Er wollte zwar mit der beruflichen Situation starten, aber dieses rasche positive Resultat hat ihn beflügelt.
Eine neue berufliche Herausforderung bekam er, fast genau so wie
mental richtig programmiert, aber erst acht Monate nach dem Training.
Voller Freude hat er mich angerufen: "Ich habe einen neuen Job, bei einer bekannten Bank im Zentrum von Frankfurt - alles bestens. Mein Büro befindet sich im zwölften Stock und mein Bürotisch ist nahe dem Fenster, mit wunderbarer Aussicht auf die Stadt. Hast du mir einen Tipp, wie ich jetzt meine Angst vor der Höhe in den Griff bekomme?"
Als sein neuer Chef unserem Matthias beim zweiten Vorstellungsgespräch seinen Schreibtisch gezeigt hat, mit der herrlichen Aussicht, ist er nach seinen Angaben fast zusammengebrochen. Er hat die Situation irgendwie überstanden.
Seinem neuen Chef zu gestehen:
"Ich habe Höhenangst und kann da nicht arbeiten", kam für ihn nicht in Frage. Er hatte ja gerade seinen Traumjob bekommen.
FAZIT: Seine Höhenangst war bisher eine Schwäche, ohne Bedeutung. Jetzt wurde daraus ein Engpass den er selbst mit mentalen Techniken erfolgreich eliminiert hat.
ERFOLGSTIPP: Stärken Sie wo immer möglich Ihre Stärken, so haben Sie ein klares Profil. Arbeiten Sie an Ihren Schwächen nur dann, wenn Sie diese an Ihrer weiteren Entwicklung hindern.
Wie sieht das konkret in Ihrem beruflichen Alltag aus? Welche Stärken und Entwicklungsfelder haben Sie beim effektiven Handeln?
Die Diagnose mit unseren Instrumenten gibt Ihnen ein ganz klares Bild Ihrer persönlichen Stärken, als Führungskraft, als qualifizierte Fachkraft oder als Verkäufer.
Mehr als 80% der Kandidaten sagen nach dem Feedbackcoaching:
"Einige Stärken und Entwicklungsfelder habe ich ja erahnt, aber so klar und deutlich wie ich das jetzt vor mir habe - ich bin positiv überrascht."
Hier ein Beispiel aus dem Vertrieb:
Richard ist Verkäufer. Er machte einen guten Job im Vertrieb, hatte aber immer wieder das Gefühl: "Eigentlich könntest du noch besser, noch mehr verkaufen."
Der Besuch mehrerer Trainings hat ihm zwar geholfen, aber sein Gefühl: Ich kann noch mehr, war immer noch sehr stark. Klarheit verschaffte ihm die Diagnose von RG-Online.
Richard hatte insgesamt ein gutes Bild. Hohe Werte hatte er unter anderen für:
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Zielklarheit
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Fachkompetenz
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Strukturiertes Arbeiten
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Verhandlungsgeschick
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Intuition
Aber sein SCHWACHER PUNKT war eindeutig die Abschlussorientierung. Zuerst meinte er, "das kann ja wohl nicht sein", merkte dann aber in der Diskussion bald: "Das stimmt, obwohl ich es ohne diese ausgezeichnete Diagnose kaum geglaubt hätte".
Sein Engpass, sein Entwicklungsfeld war klar: Richard arbeitete ganz gezielt daran, seine Abschlussorientierung zu verbessern.
RESULTAT: Drei Monate nach dem Entwicklungscoaching hatte er seine Verkäufe um 12% gesteigert.
Arbeiten Sie im Vertrieb und sind Sie auch für den Verkauf verantwortlich, sollte eine gewisse "Abschlussorientierung" vorhanden sein. |